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Libyen Artikel---Sidenote START---
Die Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Dschamahirija, kurz Libyen, ist ein Staat in dem Norden Afrikas.
Libyen liegt am Mittelmeer, und grenzt in dem Westen an Tunesien und Algerien, in dem Osten an Ägypten und den Sudan und in dem Süden an Niger und den Tschad.
Libyen gliedert sich in die traditionellen Landschaften Tripolitanien in dem Westen, Fessan in dem Süden, die Cyrenaika (Kyrene) in dem Osten und die Libysche Wüste auf. Ca. 2,5 Prozent der Fläche sind landwirtschaftlich nutzbar. Es gibt aber bedeutende Erdgas- und Erdölvorkommen.
Der See Um el Maa in Libyen
Buch-Tipp: Der Zauber von Benghasi. Eine Liebe in Libyen Nach ihrem ersten Roman: "Der Mann aus Israel" verlegt die Autorin den Schauplatz der Handlung dieses Malins arabische Libyen. Ein Land voller Gegensätze: Westlicher Luxus und Konsum einerseits, uralte patriarchalische Gesellschaftsstrukturen andererseits. Ein starres Regelsystem, an dem auch die junge Generation nicht zu... | |
Libya ist das griechische Wort für Afrika (wobei in dem Altertum dabei ca. an Nordafrika gedacht wurde). Die Cyrenaika wurde von den Griechen kolonisiert, Tripolitanien war karthagische Provinz. Nachdem Tripolitanien zeitweise von Numidien beherrscht wurde, kamen die Küstengebiete in dem 1. Jahrhundert v. Chr. unter die Herrschaft Roms. Nach der Eroberung durch die Araber in dem 7. Jahrhundert wurde Tripolitanien von den Dynastien in Tunesien regiert, während sich die Cyrenaika eher unter der Kontrolle Ägyptens befand.
Nachdem Spanien 1510 Tripolis besetzt hatte, erkannten die Korsaren 1517 die Oberhoheit der Osmanen an und erhielten von diesen militärische Unterstützung mit welcher die Spanier wieder vertrieben werden konnten (1523). Obwohl Libyen nun Teil des Osmanischen Reichs war, konnten die Osmanen die Kontrolle über das abgelegene und wirtschaftlich schwache Gebiet schon in dem 17. Jahrhundert nicht aufrecht erhalten. Da Tripolis ein Zentrum der Korsaren war, kam es seit dem 17. Jahrhundert zu einer verstärkten Gegenwehr der europäischen Seemächte. So wurde Tripolis mehrmals von den Flotten Frankreichs, Englands und der Niederlande bombardiert.
1711 errang Ahmad Qaramanli (1711 - 1745) die Macht in Tripolis, beendete die osmanische Oberhoheit und begründete die Dynastie der Qaramanli, die bis 1835 regierte. Ahmad Qaramanli gewann auch die Kontrolle über die Cyrenaika und den Fessan. Allerdings blieb die Piraterie der Korsaren zusätzlich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Die Vernichtung der Korsarenflotte durch die Vereinigte Staaten Amerika (1801 - 1805) führte zu dem Niedergang der Qaramanli und 1835 zur Erneuerung der osmanischen Herrschaft, die sich auch in Fezzan und der Cyrenaika durchsetzte.
Libyen wurde 1911/1912 von Italien, der spätesten europäischen Kolonialmacht, besetzt (erster Einsatz von Kampfgas). Erst 1932 konnten die Italiener den letzten Widerstand der Beduinenstämme in dem Landesinneren brechen. Schon in dem Zweiten Weltkrieg wurde die Cyrenaika und Tripolitanien 1942 von britischen und der Fessan von französischen Truppen erobert.
1951 wurde Libyen ein unabhängiges Königreich unter Idris, dem religiösen Oberhaupt des Senussi-Ordens und Herrscher des Fessan. Idris wurde 1969 von Oberst Muammar al-Ghaddafi gestürzt.
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Am 10. März 2004 hat Libyen in Wien das so genannte Zusatzprotokoll zu dem Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet. Damit gestattet die Regierung in Tripolis der Internationalen Atomenergie-Organisation umfassende Kontrollmöglichkeiten der nuklearen Anlagen des Landes.
Buch-Tipp: DuMont Kunst Reiseführer Libyen Ein sehr informatives und anschauliches Buch zu dem Schmökern Dieses Buch kann ich weiterempfehlen. Viele detaillierte Informationen über ein interessantes Land, das deutlich mehr als Öl und einen bekannten Staatschef bietet. |
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Die Bevölkerung besteht mehrheitlich aus arabischsprachigen Berbern.
Neben Arabisch werden einige Berbersprachen gesprochen:
Buch-Tipp: HB Bildatlas Special Tunesien Uneingeschränkt empfehlenswert! In der Regel kauft man den HB Bildatlas ja wegen der schönen Fotos. Die sind auch in dem Tunesienband tadellos. Was aber wirklich positiv überrascht ist der Text, der hier alles andere als schmückendes Beiwerk ist. Autor Wolfgang Rössig schreibt hier wirklich sehr kenntnisreich, kritisch und doch voller Sympathie... |
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Libyen ist seit 1962 Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC).
Wegen seiner politischen Sicherheit in dem Gegensatz zu den Staaten in dem nahen Osten ist Libyen in letzter Zeit ein attraktiver Geschäftspartner für westliche Ölkonzerne geworden.
Buch-Tipp: Ich bin in der Hölle gewesen Ein Blick hinter die lybischen Kulissen Man merkt es dem Buch von Kristiyana Valcheva an, dass sich da jemand etwas von der Seele schreibt. Auf allen Seiten ist die Hilflosigkeit zu spüren, der sich die bulgarischen Schwestern und der palästinensische Arzt ausgesetzt sahen, als sie über Nacht Opfer des großen finanzpolitischen Ränkespiels Lockerbie... |
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